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News 9 - 01/2005

DIN-Norm für Methoden der Markenwertmessung geplant

DIN PRESSEINFO

Arbeitsausschuss am 18. Januar 2005 gegründet

Unter Moderation des DIN Deutsches Institut für Normung e. V. widmet sich ein aus interessierten Marktbeteiligten bestehender Arbeitsausschuss der Erarbeitung einer DIN-Norm mit Grundanforderungen an Methoden der monetären Markenwertmessung. Die fachliche Federführung des Projektes übernimmt der Markenverband e. V., der mit derzeit rund 380 Mitgliedsfirmen die führenden deutschen Dach- und Einzelmarken vereint.

Hintergrund: Ab 2005 müssen alle kapitalmarktnotierten Unternehmen ihren Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellen. Da die EU-weit harmonisierten Bilanzvorschriften vorsehen, dass bei Unternehmensverkäufen und -übernahmen der Markenwert bilanziert werden muss (IAS 38), wird der Markenwert als immaterielle Größe eine der wichtigsten bilanzrelevanten Kennziffern werden. Informationen über immaterielle Werte können für Kapitalgeber von zentraler Bedeutung sein. Welchen Wert haben Marken und wie ermittelt man ihn?

Da die bestehenden Berechnungsmodelle zu unterschiedlich und die Möglichkeiten einer schnellen Konsensfindung gegenwärtig eher als gering einzuschätzen sind, wird die Entwicklung eines "Metastandards" als erster richtiger Schritt angesehen. Die Festlegung von wichtigen Grundanforderungen an Markenwertmessmethoden wird aus Sicht der Markenforschung, der Wirtschaftsprüfung und der betroffenen Unternehmen als sinnvoll erachtet. Normative Beispiele für ähnliche "Metastandards" gibt es bereits auf anderen Dienstleistungsgebieten, z. B. für die Kundenzufriedenheitsmessung im ÖPNV.

Link zum DIN


PRESSEINFORMATION DES MARKENVERBANDES

Markenverband stellt Obmann im DIN-Ausschuß für Markenwertmessung

  Wiesbaden/Berlin, 20.01.2005. Der Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes, Horst Prießnitz, ist zum Obmann des neu gegründeten Arbeitsausschusses des DIN (Deutsches Institut für Normung e.V.) zur Erarbeitung einer DIN-Norm mit Grundanforderungen an Methoden der monetären Markenwertmessung gewählt worden. Das Expertengremium hat sich die Erarbeitung eines Meta-Standards zum Ziel gesetzt, der methodische Rahmenbedingungen für die Messung von Markenwerten definieren soll.

  Nicht zuletzt auf­grund der immer häufigeren Unterneh­mensakquisitionen und -fusionen und infolge des stei­genden Wettbewerbsdrucks kommt dem kontinuierlichen Reporten, Steuern und Kontrollieren der Mar­kenwertentwicklung für den Unternehmenserfolg mittler­weile eine grundlegende Funktion zu. Der Umgang und die angemessene Taxierung dieses Kapitals ist heute aber noch schwierig, weil allgemein anerkannte Standards zur Bewertung nicht existieren und die zahlreichen etablierten Markenbewertungskonzepte zu teilweise erheblich differierenden Ergebnissen kommen. Aus diesem Grund hat sich der Markenverband in der Vergangenheit bereits wiederholt für die Standardisierung der monetären Markenwertmessung ausgesprochen.

  Ab 2005 müssen nun alle kapitalmarktnotierten Unternehmen ihren Konzernabschluss nach IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellen. Da die EU-weit harmonisierten Bilanzvorschriften vorsehen, dass bei Unternehmensverkäufen und -übernahmen der Markenwert bilanziert werden muss (IAS 38), wird der Markenwert als immaterielle Größe eine der wichtigsten bilanzrelevanten Kennziffern werden.

  Der Markenverband als Spitzenverband der Markenartikelwirtschaft in Deutschland vereint mit seinen aktuell rund 380 Mitgliedsfirmen die Mehrzahl der führenden deutschen Dach- und Einzelmarken unter seinem Dach. Die Mitgliedsunternehmen stehen für über 350 Milliarden Euro Umsatz und 1,5 Mio. Arbeitsplätze.

Link zum Markenverband

Anmerkung:
semion ist Mitglied dieses Arbeitsausschusses

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